Wissenswertes

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  Auszug aus der Broschüre Osteoporose und Ernährung  

Stellenwert des Säure-/Basenhaushalts

Stellenwert des Säure-/Basenhaushalts

Die Bedeutung des Säure-/Basenhaushalts für die Entstehung der Osteoporose wird erst in jüngster Zeit wahrgenommen, obwohl die grundlegenden Mechanismen schon lange bekannt sind.

Sowohl im Blut als auch in allen Zellen des Körper gibt es Puffersysteme, die dazu dienen, einen ausgeglichenen Säure-/Basenhaushalt aufrecht zu erhalten.

Auch der Knochen dient unter anderem als Puffer zur Aufrechterhaltung des Säure-Basen-Gleichgewichtes. Bei einer Übersäuerung des Blutes kommt es zu einem Herauslösen von Kalzium aus dem Knochen, das die überschüssige Säure im Blut abfängt und zusammen mit der Säure über die Niere vermehrt ausgeschieden wird. Gleichzeitig wird durch das Herauslösen von Kalzium aus dem Knochen auch der Knochen verstärkt abgebaut, was längerfristig zu Osteoporose führen kann. Umgekehrt unterdrückt eine basenbildende Ernährung das Herauslösen von Kalzium aus dem Knochen und damit den Knochenabbau und fördert gleichzeitig die Rückgewinnung von Kalzium in der Niere.

Da die bevorzugte Ernährung in den lndustrieländern reich an Säurebildnern (insbesondere tierisches Eiweiß aus Fleisch, Wurst) ist, trägt die jahrzehntelange Übersäuerung wesentlich zur Entstehung einer Osteoporose bei. Umgekehrt lässt sich mit einer basenreichen Ernährung die Knochendichte erhöhen und dadurch einer Osteoporose vorbeugen. Dies kann man durch eine Erhöhung der Obst und Gemüsezufuhr oder auch durch basische Mineralstoffverbindungen erreichen.
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  Auszug aus der Broschüre Osteoporose und Ernährung  

Pflanzliche Hormone

Pflanzliche Hormone


     Sojapflanzung

Nicht zuletzt wegen vermeintlicher und tatsächlicher Probleme und Risiken einer Hormonsubstitution werden Phytoöstrogene als Bestandteil von zahlreichen Nahrungsmitteln (z.B. Soja, Sojamilch, Tofu, etc. ) als natürliche Alternative zur Hormonersatztherapie in klinischen Studien untersucht.

Bereits 1931 wurde nachgewiesen, dass Sojabohnen hohe Konzentrationen an lsoflavonen, einem Phytoestrogen, enthalten. Auch Rotklee, Kuhmilch, Erbsen- und Bohnenarten enthalten lsoflavone.

Lignane, eine weitere wichtige Klasse der Phytoöstrogene, sind in pflanzlichen Zellwänden zu finden. Insbesondere Getreidekörner, Vollwert-Müsli, Gemüse und Hülsenfrüchte enthalten Lignane.

Derzeit sind die lsoflavone die am besten untersuchte Klasse der Phytoöstrogene. Positive Effekte konnten bei klimakterischen Beschwerden sowie der Knochendichte am Lendenwirbel festgestellt werden. Die Einnahme von Phytoestrogenen sollte mit dem behandelnden Arzt abgestimmt werden.
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